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Webdesign Glossar: Ankertext

Veröffentlicht von: Alexander Gildernstern
Kurz und knapp: Was ist Ankertext?
Der Ankertext ist der klickbare, sichtbare Text eines Hyperlinks – z. B. der blaue, unterstrichene Teil in „hier klicken“. Er sagt Nutzern und Suchmaschinen, worum es auf der verlinkten Seite geht. Ein guter Ankertext ist beschreibend, keywordreich und natürlich – z. B. „SEO-Tipps 2025“ statt „hier klicken“. Google nutzt Ankertexte als starkes Relevanzsignal für Rankings (besonders bei externen Backlinks). 2025 sind natürliche, vielfältige Ankertexte entscheidend, um Penguin-Strafen zu vermeiden. Im Webdesign & Online-Marketing beeinflusst der Ankertext Klickrate, User Experience und Linkjuice-Verteilung. Richtig eingesetzt steigert er die Autorität Ihrer Seite und hilft bei der Indexierung. Schlechte Ankertexte (überoptimiert oder generisch) können Rankings kosten – eine ausgewogene Verteilung ist Pflicht.
Welche Ankertext-Typen gibt es und wie wirken sie auf SEO?
Ankertexte werden in verschiedene Typen unterteilt, die unterschiedlich auf SEO wirken. Google bewertet sie seit dem Penguin-Update (2012, weiterentwickelt bis 2025) streng auf Natürlichkeit.
- Exact Match: Exaktes Keyword, z. B. „SEO Agentur Berlin“ – starkes Signal, aber übertrieben riskant (Spam-Gefahr)
- Partial Match: Keyword + Zusatz, z. B. „beste SEO Agentur in Berlin“ – natürlich und empfohlen
- Branded: Markenname, z. B. „Nike“ – baut Brand-Autorität auf
- Naked: Reine URL, z. B. „https://beispiel.de“ – neutral, gut für Trust
- Generic: „hier klicken“, „mehr erfahren“ – schwaches Signal, aber gut für CTA
- Image: ALT-Text des Bildes als Anker – wichtig für Bild-Links
Ideale Verteilung 2025: 40 % Branded/Partial, 30 % Generic/Naked, max. 10 % Exact Match. Zu viele Exact-Match-Anker wirken unnatürlich und können zu manuellen Strafen führen. Im Online-Marketing nutzen Sie Ankertexte, um Themencluster zu stärken und interne Verlinkung zu optimieren.
Wie schreibt man guten Ankertext?
Ein guter Ankertext ist lesbar, relevant und nutzerorientiert. Regeln:
- Beschreibend: Sagen, was der Nutzer erwartet („Preise für Webdesign“ statt „klicken“)
- Keyword einbauen, aber natürlich (Partial Match bevorzugen)
- Kurz halten: 3–6 Wörter ideal
- Kontext beachten: Passt zum umliegenden Text
- Variation: Mischung aus Typen für natürliches Profil
Beispiele:
- Gut: „Unsere Leistungen im Online-Marketing“
- Schlecht: „klicken Sie hier für mehr Infos“
- Gut für Backlinks: „beste Webdesign Agentur“ (natürlich eingebettet)
Im Webdesign: Nutzen Sie Ankertexte für interne Links, um die Navigation zu verbessern und PageRank zu verteilen. Für externe Links: Bitten Sie Partner um beschreibende Anker – das boostet Ihre Autorität. Tools wie Ahrefs oder SEMrush zeigen das Ankertext-Profil Ihrer Backlinks – so erkennen Sie Optimierungspotenzial.
Welche Fehler sollte man bei Ankertexten vermeiden?
| Fehler | Problem | Lösung |
|---|---|---|
| 100 % Exact Match | Penguin-Strafe möglich | Max. 5–10 % Exact, Rest variieren |
| Nur „hier klicken“ | Kein Relevanzsignal, schlechte UX | Beschreibende Texte verwenden |
| Zu lange Anker | Wirkt unnatürlich | Max. 60 Zeichen |
| Irrelevante Keywords | Google erkennt Manipulation | Nur passende Keywords |
| Kein Ankertext (nur Bild) | Verpasstes SEO-Potenzial | ALT-Text als Anker nutzen |
Ab 2025 prüft Google Ankertexte strenger auf Natürlichkeit – unnatürliche Profile führen zu Devaluation von Backlinks. Mit Tools wie Google Search Console oder Ahrefs das Profil überwachen und bei Bedarf Disavow einreichen.
Wie wirkt sich Ankertext technisch auf SEO aus?
Technisch ist der Ankertext Teil des <a>-Tags: <a href="ziel.html">Ankertext</a>. Google crawlt und indexiert ihn als starkes Relevanzsignal – besonders bei externen Backlinks. Der Linkjuice (PageRank) fließt mit dem Ankertext zur Zielseite und stärkt sie thematisch. Interne Ankertexte helfen beim Topic Clustering: Google versteht besser, welche Seiten zu einem Thema gehören. Bei nofollow-Links (rel=“nofollow“) wird der Ankertext zwar gelesen, aber kein Juice weitergegeben – trotzdem für Branding nützlich.
Technische Best Practices:
- HTTPS-Links bevorzugen
- 404-Links vermeiden (Broken Link Checking)
- Anker mit # für Smooth Scrolling (UX + SEO)
- ARIA-Labels für Barrierefreiheit bei generischen Ankern
Google E-E-A-T bewertet auch die Qualität verlinkender Ankertexte – hochwertige, natürliche Anker von Autoritätssites boosten Trust. Mit Structured Data (z. B. BreadcrumbList) Ankertexte indirekt stärken.
Fazit: Warum ist Ankertext wichtig?
Ankertext ist ein unterschätztes, aber extrem wirksames Werkzeug im Webdesign & Online-Marketing. Richtig eingesetzt, verbessert er SEO durch klare Relevanzsignale, steigert die Klickrate durch Vertrauen und unterstützt die User Experience durch bessere Navigation. Natürliche, vielfältige Ankertexte schützen vor Strafen und bauen langfristig Autorität auf. Schlechte Anker kosten Rankings und Traffic – besonders bei Backlink-Profilen. Mit den Best Practices aus diesem Guide (Partial Match, Variation, Kontext) machen Sie Ihre Links unschlagbar. Ankertext ist nicht nur Technik – er ist Kommunikation mit Google und Ihren Nutzern. Investieren Sie in gute Ankertexte, und Ihre Website wird besser gefunden, öfter geklickt und höher gerankt. Ein kleiner Aufwand mit großer Wirkung!


